Piz Blas 3019m

SAC-Tour mit der Sektion Uto. Wir fuhren gemütlich mit der Bahn, Postauto nach Piotta und von da mit der Standseilbahn nach Piora. Von dort nahmen wir den Weg zur Cadlimohütte über die Seen (ausgeschrieben mit 3 Stunden). Zunächst erreicht man über eine inoffizielle Strasse den Lago Ritom, am anderen Ende führt der weiss-rote Wanderweg leicht bergauf zum Lago di Tom – einem wunderbaren Bergsee mit Strand wie in Sardinien. Weiter führt der Weg über 2 kleinere Seen, wo wir kurz rasteten (2h Wegzeit). Beim Bassa del Lago Scuro und dem Lago Scuro kommt man der Hütte schon ein wenig näher und wir sehen schon das Ziel von morgen, den Piz Blas. Dann geht es leicht über ein paar Felsstufen am Lago di Cadlimo weiter zur Cadlimohütte (T3) 2570m.

Nach Sünnelen, Trinken, Ausschau halten, Essen und Schlafen in/an/von der Cadlimohütte ging es am nächsten Morgen um 7h zum Piz Blas. Wir zweigen schon bald vom Wanderweg zum Lukmanierpass ab und bewegen uns weiter über unwegsames Gelände bergauf Richtung Piz Blas. Bald wird das Gelände zur Steinwüste und wir turnen durch Geröll und gröberen Blöcken (T4+), zunächst bis zu unserem Frühstücksplatz 50m unter dem Gipfel und dann ohne Rucksack bis zum Gipfel. Für dass, das der Piz Blas selten besucht ist, kann er sich sehen lassen: Gipfelbuch, Gipfelkreuz, tibetische Gebetsfahne und Ausblick auf 722 Gipfel im 360-Grad-Panorama – selten hatte ich so eine gute und weite Sicht gehabt. Ein wenig angespannt ging es dann doch problemloser als gedacht nach unten – Vorsicht ist aber immer geboten. Auf der Höhe von ca. 2700m queren wir Richtung Lukmanierpass weiter weglos und geröllig (T4). Wir erreichen (glaube ich) den Pass Nalps und steigen dann nochmals 120m ab, um dann auf einen kleinen unmarkierten Pfad zu gelangen, der uns an 3 Seen vorbei führt (T3). Hier haben wir schon bald unser Ziel in Sichtweite, den Lukmanierpass. Weiter geht es weglos, mit mal mit mehr, mal mit weniger Action bergab, bis wir nach insgesamt 8 Stunden leicht wacklig endlich auf einen rot-weissen Wanderweg stossen. Weiter geht es über eine Brücke und dann schliesslich einfach um den Lago di Santa Maria zum Hospiz des Lukmanierpasses.

Nach insgesamt 9 Stunden konnte ich bei Kaffee und Rivella endlich durchatmen und mein Adrenalinspiegel begann sich zu senken…Der Piz Blas ist recht ruppig und anstrengend und die Tour keine, die ich allein machen würde. Zum Glück gab es ein paar Helferlein, danke🙂



Lago di Tom/ Kurz vor der Cadlimohütte / Abendstimmung
Seelis auf dem Weg zum Piz Blas / Gipfelblick
Pass Nalps / Kröte / Lumanierpass mit Stausee

Dieser Beitrag wurde unter 3000er, Kanton Graubünden, Kanton Tessin veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.