Oberrothorn 3415m / 1/4 Europaweg

Täsch war unsere Endstation unserer Walliswoche. Da das Wetter immer noch gut mitspielte, planten wir für den vorletzten Tag das Oberrothorn (3415m) über Zermatt, das uns schon gut über Hikr verkauft wurde. Wir wollten für den Auf- und Abstieg jedoch die Bergbahn nehmen, da wir zusätzlich den Rückweg von Zermatt nach Täsch über den Europaweg laufen wollten.

Wir fuhren recht zeitig von Täsch nach Zermatt und konnten dann gleich auf die Bergbahn, die uns zunächst nach Sunnegga führte, von dort über Blauherd zur Endstation Rothorn 3103m . Kurz nach 9 Uhr starteten wir und standen ca. 1h10 später auf dem Gipfel des Oberrothorns. Von der Bergstation läuft man zunächst kurz 100 Meter bergab, dann führt der Weg allmählich steigend auf den Gipfel. Der Wegverlauf ist unschwierig, nur an einer Stelle gibt es ein Seil (T3-). Teilweise ist die Wegführung ein wenig unklar, da es mehrere Spuren gibt und man nicht weiss, wie diese wo hinführten. Wir waren die ersten auf dem Gipfel und für einige Zeit auch die einzigen; das war prima, denn später war Gipfelparty angesagt unter den vielen, den wir auf dem Abstieg begegnet sind. Nach einer kurzen Rast beim Restaurant der Bergstation (wahrscheinlich wäre hier Selbstbedienung effizienter) fuhren wir wieder zurück zur Zwischenstation Sunnegga. Von dort führt der Höhenweg über die Tufteren-Alp zur Täschalp; es ist Teil des Europa-Weges (T1/T2). Der Weg zieht sich ganz schön in die Länge, obwohl wir die ganze Zeit Aug in Aug mit dem Weisshorn waren und das Matterhorn im Nacken hatten. Auf der Höhe von Täsch gibt es zwei Möglichkeiten nach Täsch zu gelangen: direkt in 1h25 oder über die Täschalp 2214m, die in 50 Minuten erreicht werden konnte. Wir wollten unbedingt nochmal die Täschalp sehen und entschlossen uns für zweitere Option. Der Weg zog sich immer mehr in die Länge und führt noch tiefer in das Tal hinein. Trotz nun auch der zusätzlichen Blickfänger Bishorn, Brunegghorn und Zinalrothorn auf der anderen Seite wurden die Beine immer schwächer und der Wunsch nach einer Brücke zur Täschalp immer grösser… Gut, 16h erreichten wir nun auch diese und genossen auch noch den Blick auf die 4000er auf der anderen Seite Rimpfischhorn, Alphubel und Täschhorn. Wahnsinn, von dieser kleinen versteckten Alp hat man Blick auf 6 4000er. Von der Alp erkennt man auch die Täschhütte, von der Touren auf Alphubel, Dom und natürlich Täschhorn starten. Wir stärkten uns auf der Europaweghütte auf der Täschalp und beobachteten die anderen Berggänger und wie die dicken Scheine zum Bergführer wanderten. Mittlerweile entschlossen wir uns, die Taxi-Dienstleistung von der Täschalp nach Täsch zu nutzen, womit uns für nur 10 CHF pro Person 1h40 und 800 Höhenmeter erspart blieben. Unten angelangt genossen wir noch unser verdientes Rösti und nahmen Abschied vom Wallis. Die für den nächsten Tag geplante Tour auf die Täschhütte ist ins (Regen-)Wasser gefallen – irgendwie hatten wir aber auch keine Lust bzw. vielmehr keine Kraft mehr… Schön war es mal wieder im Wallis!


Matterhorn / Allalinhorn / Obergabelhorn-Zinalrothorn
Alphubel / Weisshorn und Bishorn / Kuh

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