Lämmerenhütte und Roter Totz (Abbruch)

Tja, diesmal war Petrus leider nicht auf unserer Seite. Geplant war eine Schneeschuhtour mit dem SAC Uto auf den Wildstrublel. Der Strubel steht schon seit langem auf meiner Berg-Wunschliste ganz weit oben und so freute ich mich sehr auf diese Tour. Allerdings nicht auf die Wetteraussichten. Wieso muss es auch die gesamte Woche so schön sein und gerade am Wochenende schneien und stürmen? Dennoch wollten wir es nicht unversucht lassen. Wir starteten am Samstag in Sunnbüel und liefen den Gemmipass entlang bis zum Daubensee. Diesen querten wir und liefen dann rechter hand hinauf zur Lämmerenhütte. Der Weg ist relativ lang für Langläufer gespurt, nur das letzte Stück mussten wir stapfen. Der Weg führte dann eine recht steile Flanke hinauf – im Sommer kann man schon eher zur Hütte aufsteigen. Wir genossen den Hütten-Komfort (tolle Hütte!) und schliefen dann daumendrückend und seelenruhig ein.

Tagwache am Sonntag war um 5.15h. Am Morgen schneite es waagerecht, es war nebelig und windig. Der Blick des Bergführers verriet nichts gutes: kein Wildstrubel, sondern Alternativtour Roter Totz. Egal, auch gut. Aber der Hütte ging es bergauf Richtung Roter Totz. Vor der Rote Totz-Lücke traversierten wir noch leicht. Den Gipfel konnten wir leider auch nicht anpeilen, da das Wetter einfach zu ungünstig war – wir sahen kaum etwas. Hier mussten wir also die Tour abbrechen. So seilten wir vor dem Gipfel ab (ca. 2810m) – es war ein recht steiler Hang, der ins Unsichtbare führte. Unten in der Senke angekommen, sahen wir aufgrund des Nebels gar nichts mehr – unser Bergführer musste mit Kompass und GPS den Weg finden. Es klappte gut und wir stapften zur Roten Chumme und von dort durch den Schnee zurück zum Gemmipass. Von weitem rief uns dann der Aprikosenkuchen ins Hotel Schwarenbach. Nach diesem ging es schnell zurück zur Bergbahn Sunnbüel.

Schade, dass es diesmal kein Gipfelziel gewesen ist. Dennoch bleibt der Wildstrubel noch eine Weile dort und wartet auf einen neuen Versuch. Und: auch einmal den Gipfel nicht zu erreichen und im Schnee und Nebel zu laufen war eine gute und neue Erfahrung für mich. Leider gibt es diesmal keine Fotos, da ich die Kamera nicht dabei hatte. Das Wetter hätte leider sowieso keine guten Fotos hergegeben. Den Schwierigkeitsgrad würde ich aufgrund des Wetters auf WT4 stufen, bei normalen Verhätnissen eher WT3 bis auf den steilen Hang vor dem Gipfel.


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