Rauflihorn / Turnen

Mit dem SAC Uto ging es für ein Wochenende ins Berner Oberland. Auf dem Plan standen das Rauflihorn (2323m) am Samstag und der Turnen (2079m) am Sonntag.

Am Samstag starteten wir am Hotel Spillgerten auf der Grimmialp (1235m) und bald konnten wir unsere Schneeschuhe anlegen. Nach Grimmi und Grimmifurrgi folgte der breite Gipfelhang des Rauflihorns, der es überraschend in sich hatte. Er zog sich relativ lang hin, am Ende hatten wir es aber doch geschafft und waren auf dem Gipfel. Dank des traumhaften Wetters und der tollen Fernsicht, hatten wir einen 360 Grad-Blick Richtung Eiger, Mönch und Jungfrau, Blümlisalpkette, Wildstrubel, Wildhorn und die Berge Richtung frz. Schweiz, auf der anderen Seite konnte man durch die kleine Nebelkette auch die Stockhornkette sehen. In der Sonne genossen wir die Gipfelrast und tankten unseren Energiespeicher wieder auf. Dann ging es schnell – mal rutschend mit den Schneeschuhen oder auf dem Hosenboden – die 1100 Höhenmeter bergab zum Hotel Spillgerten. Es war eine sehr schöne Tour, tolles Wetter und tolle Sicht. Die Tour an sich war nicht schwer oder anspruchsvoll (WT2-WT3), einzig allein der Gipfelaufschwung braucht ein bisschen mehr Energie.

Nachdem wir am Sonntag im Hotel Spillgerten – ungewöhnlich für ein Bergwochenende – ausgeschlafen hatten, ging es mit dem Postauto nach Zwischenflüh – Haueten (1041m). Dort liefen wir erst einmal ohne Schneeschuhe weiter, da dort der Schnee schon gut getaut war. Dann brauchte es sie langsam, der Schnee wurde dicker und fester. Aufwärts ging es bis zu einer netten Alphütte, wo wir kurz Rast machten. Den Zucker brauchten wir für den nächsten recht steileren Hang. Danach ging es noch etwas gemütlicher weiter, bis der Gipfelaufschwung begann. Die ersten der 380hm begannen noch harmlos, es wurde dann etwas zäher. Mit Zähne zusammen beissen und gutem Zureden erreichten wir dann das riesige Gipfelplateau des Turnen. Von oben hatten wir eine tolle Aussicht auf die Niesenkette, das Dreigestirn, Blümlisalpkette, die Berge Richtung frz.sprachige Schweiz und auf der anderen Seite die Stockhornkette. Nur zwei Bissen des Gipfelbrotes später – es wehte doch ein frischer Wind auf dem Gipfel – gingen wir abwärts auf einen sehr schön gelegenen „Rastplatz“, wo wir noch einmal windgeschützt den Rest des Brotes essen konnten. Abwärts ging es dann über den Pfaffen – teils diretissima auf dem Hosenboden – Richtung Rinderalp und dann abwärts nach Erlenbach. Erst am Ende schnallten wir unsere Schneeschuhe ab und liefen durch die nasse Weide – die Schuhe werden dann bei der nächsten Schneeschuhtour wieder sauber. Der Rückweg hat sich relativ lang gezogen – dadurch dass man den Weg durch eine direkte „Abfahrt“ verkürzen kann, geht es sicherlich schneller als bei einer Wanderung im Sommer. Es war eine sehr schöne Tour und das Wetter war wieder toll. Doch etwas geschafft stiegen wir dann in den Zug. Die Tour war technisch nicht sehr anspruchsvoll, das meiste WT2 bis WT3, nur ein kleines ausgesetztes Felsstück unterhalb des Gipfels war WT4.





Berner Oberländer Richtung Blümlisalphorn / Gsür
Berner Oberländer Richtung Wildstrubel / Rauflihorn
Aufstiegsrichtung / Turnen
Stockhorn vom Gipfel / Wächte beim Abstieg
Dreigestirn im Abstieg / Niesenkette
Spuren von Mensch und Tier (Osterhase ist auf dem Weg ins Tal)

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