Sparrhorn

Der Wetterbericht prognostizierte traumhaftes Wetter auf der Belalp/Blatten. Somit entschlossen wir uns, zeitig für einen Tagestrip auf die Belalp aufzustehen, um von dort auf das Sparrhorn (3021m) zu wandern. Als wir um 9h auf der Belalp (2094m) standen, waren wir uns der Wetterprognose nicht mehr allzu sicher. Die Weisshorn und Mischabel-Gruppe waren die einzigen Berge ausserhalb der Wolken, und die Berge links des Sparrhorns waren komplett in dunklen Wolken. Auf dem Weg zum Sparrhorn hofften wir, dass die Wolken nicht rüberziehen. Zum Glück hatte der Sessellift Belalp – Hohbiel (2680m) geöffnet, womit man auf halber Strecke zumindest noch einen Unterstellplatz hatte. Der Weg führt stetig bergauf entlang des Tyndalldenkmals und dann steiler nach Hohbiel. Er ist weiss-rot-weiss markiert (T2). Auf dem Weg sahen wir zwei putzige Murmeltiere und eine grosse Bergziegenherde, die gerade von den Bergen geführt wurde. An der Bergstation angelangt kurze Lage- und Wetterbesprechnung und dann nochmals im Eiltempo auf den Gipfel. Der Weg wird nun ein wenig steiniger und felsiger (T3), aber nicht gefährlich. Höchstens bei Nässe ist Vorsicht geboten. Für den (sehr schnellen) Aufstieg brauchten wir insgesamt 2 Stunden (930 Höhenmeter). Auf dem Gipfel standen wir kurze Zeit im Nebel, dann jedoch kam noch die Sonne durch.

Bergab gingen wir ein wenig gemächlicher, glaube insgesamt nahmen wir uns 2 Stunden Zeit. Der Weg führte ein wenig östlicher entlang des Wanderweges vom Hinweg. Wir wählten ihn, um Richtung Bergziegen und unseren Lieblingen, den Walliser Schwarznasenschafen, zu gehen. Weiter zum Tyndalldenkmal, wo die Bergziegen vom Aufstieg im Gras lagen. Von dort hat man einen fantastischen Blick auf den Grossen Aletschgletscher. Mittlerweile sind die grösseren Wolken abgezogen, so dass wir einen ganz guten Blick hatten. Von dort waren wir in 15 Minuten am Hotel Belalp, wo wir die Wanderung mit Kaffee und Kuchen ausgeklungen haben. Ab da ist man schnell zurück an der Seilbahnstation, die uns nach Blatten gebracht hat. Leider haben wir die Rückreise nach Bern schlecht geplant, so dass wir insgesamt 1.5 Stunden Leerzeit auf den Bahnhöfen hatten. Man lernt auf jeder Tour…

Insgesamt war es trotz nicht ganz so schönen Aussichten eine prima Tour mit vielen Tieren. Das Sparrhorn ist ein einfacher Wander-3000er, sehr empfehlenswert für den ersten 3000er. Wenn man es ganz bequem möchte, nimmt man den Sessellift bis Hohbiel. So ist man nach nur 350 Höhenmeter auf dem Gipfel.

Für alle Schwarznasenschaf-Fans: Am 29./30.8. ist grosses Schäfer-Wochenende auf der Belalp: http://www.brig-belalp.ch/100tipps/kultur/kulturguetertradition/schaeferwochenende.php





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