Hörnlihütte (die Hütte der Hütten am Berg der Berge)

An unserem Zermatt-Wochenende wollten wir am 2. Tag noch unbedingt die Hörnli-Hütte (3260m) besuchen. Wenn wir schon sicher nie dort übernachten werden, wollten wir trotzdem einmal die Matterhorn-Atmosphäre hautnah miterleben. Wir fuhren zunächst mit der Bergbahn zum Schwarzsee Paradise (2560m). Schon von dort sieht man die Hörnli-Hütte und man hat ein tolles 360 Grad-Panorama Richtung Breithorn, Monte Rosa-Massiv, Mischabel-Gruppe und eigentlich auch Zinalrothorn und Weisshorn (letzteres blieb leider wiederholt in den Wolken versteckt). Das Matterhorn hat man die ganze Zeit vor der Nase. Den Weg kann man nicht verfehlen: er verläuft zunächst am Schwarzsee entlang, dann im Zickzack zu einem Felsen, der dann rechts umlaufen wird (noch T2). Von dort wird es ein wenig steiniger und gerölliger (T3), hier und da gibt es einige Fixseile, die man zur Hilfe nehmen kann – abschüssig oder gefährlich jedoch wird es nie. Auch zeigte sich entsprechend das Wetter. Das Horn hüllte sich in Watte, es windete recht kräftig, die Temperaturen bewegten sich unter Null und auch einige Schneeflocken fielen. Die Aussicht Richtung Breithorn und Monte Rosa wurde auch schlechter. Nun hiess es noch ein wenig Gas geben und die letzten unschwierigen Meter zur Hütte nehmen. Insgesamt waren wir ca. 2 Stunden unterwegs.Oben angelangt war es so wie wir es uns vorgestellt haben. Französisch sprechende Seilschaften packten ihre Sachen und machten sich zum Abstieg nach Zermatt, grosse Geldscheine wechselten zu den Bergführern, Glückwünsche wurden ausgesprochen. Es hatte einige freudige und glückliche Gesichter, die gerade von der geglückten Besteigung gekommen sind, anderen gescheiterten Matterhorn-Aspiranten wurden tröstende Worte seitens der Bergführer ausgesprochen. Ach, war es toll, ein wenig von dieser Stimmung mitzubekommen. Wir freuten uns für alle, die es geschafft haben und fieberten mit denjenigen mit, die als Matterhorn-Aspiranten auf dem Weg zur Hörnli-Hütte waren. Nach einem Kaffee und dem Hörnli-Stempel auf der Postkarte liefen wir denselben Weg (ca. 700hm) wieder hinunter (ca. 1.5 Stunden). Das Wetter wurde leider nicht besser und Wolken umhüllten die grossen und schönen Berge. Nach einem Kaffee in Zermatt stiegen wir wieder in den Zug und damit zurück in den Alltag. Schön und erholsam war es, unser Wochenende.



Breithornmassiv mit Kleinmatterhorn, Rimpfischhorn und Signalkuppe
Matterhorn in seiner vollen Schönheit (es ist einfach so schön und ästhetisch, man kann es stundenlang anschauen), klein erkennt man die Hörnli-Hütte auf dem Grat
Walliser Schwarznasenschafe – sie sind der Knaller
Hörnli-Hütte, wo man auch campen kann (bitte nicht in kurzen Hosen!)
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