Zürichsee-Rundweg 1. Etappe: Zürich nach Rapperswil

Wenn in Zürich und Umgebung schon Marathon angesagt ist, dann machen wir unseren eigenen, zumindest fast einen und dann auch mit Wanderschuhen. Vor 2 Jahren sind wir bei der geplanten Tour in der Hälfte stecken geblieben, heute wollten wir es nachholen: Von Zürich nach Rapperswil. Wir planten den Weg über den Zürichsee-Rundweg 84 bzw. Panoramaweg von Zürich Rehalp bis nach Rapperswil.

Wir machten uns den Einstieg nicht so schwer und fuhren mit der Tram bis nach Rehalp. Von dort ist man recht schnell am Rumensee, Schübelweiher und Küsnachter Tobel. Dann geht es über Wald und vor allem über bunte Wiesen Richtung Herrliberg, wo man über prunktvolle Strassennamen wie “Aussichtsstrasse” mit noch glanzvolleren Häusern spaziert. Hier und da musste hier über Hartbelag gegangen werden, was nicht ganz so förderlich für so einen Marsch ist.

Wir liefen weiter den Weg, der gut gekennzeichnet war, Richtung der nächsten Orte Stölzli und Stäfa. Auf dem Weg hatten wir – wie der Name Panoramaweg vermuten mag – wunderbares Panorama auf den Züri-See und etwas weiter auch auf die umliegenden Berge im Zürcher Oberland und im Glarner Land. Leider war es etwas diesig, aber wir erahnten ein paar grössere Berge im Hintergrund. Der Weg war recht ähnlich, wir liefen an saftigen Wiesen mit wunderbaren gelben Frühlingsblumen (Raps, Butterblumen), glücklichen Kühen, die gerade ihr Grünfutter assen, vielen lustigen Hunden, Katzen und einigen anderen skurilen Weggenossen vorbei. Im Nachhinein war das das schönste an der Wanderung – der Blick nach links und rechts und dabei überraschende Dinge sehen.

In Feldbach war der Panorama-Weg vorbei und wir verliessen kurz den 84er-Weg, da wir nicht mehr auf einen Hügel laufen wollten, sondern in Sichtweite des Züri-Sees bleiben und direkt der Ausschildung nach Rapperswil folgen wollten. Von weiten konnten wir schon die Burg von Rappi sehen und die mittlerweile etwas lahmen Füsse freuten sich, bald am Ziel zu sein (naja, da waren es noch 1.5h, aber man hat das Ziel zumindest schon im Visir). Vor Rappi liefen wir noch an den noch schön werdenden Rebbergen vorbei, bevor wir dann in die Ortschaft eingebogen sind und uns dann nach dem Zieleinlauf einen Eiskaffee gönnten.

Insgesamt gibt es auf unmittelbarem Weg recht wenige Gelegenheiten um Einkehren. Es gibt ca. 2 Privatkliniken, die auch Cafeterias betreiben. Wir können die oberhalb von Meilen empfehlen. Ansonsten gibt es noch bei Herrliberg ein paar Restraurants in der Nähe, aber nicht direkt am Weg. Allerdings ist die Promi-Dichte recht hoch. Wer Glück hat, findet die Villa von Blocher und vom Formel 1-Fahrer Nick Heidfeld.

Wir waren erstaunt, wie schnell so ein Tag mit Laufen vorbei gehen kann. Es war lustig: sagten wir doch um 8.30h den entgegen kommenden Leuten “guten Morgen” und um 17.30h fast “guten Abend”. Ein Tag und ca. 37 Kilometer on the hike und das fast nur gerade aus. Die nächsten Teile des Züri-Rundweges gehen von Rapperswil über den Obersee und dann nach Zürich auf der linken Seeuferseite zurück. Auch diese sind noch geplant, wenn auch nicht gerade alles zusammen an einem Tag.



Impressionen von der Wanderung – Kommentare fast nicht notwendig

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